Von der Wurzel zur Revolution

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Unabhängige Medien berichten über anstatt für die Mächtigen, was sie zum Trend macht und die Politik zum Handeln veranlasst. … (Wörter: 508)

Unabhängige Medien berichten über anstatt für die Mächtigen, was sie zum Trend macht und die Politik zum Handeln veranlasst.
So unkritisch, so naiv, wie von großen Medienhäusern lange angenommen, ist das Volk, die Leserschaft dann doch nicht. Anders lässt sich der ungebrochene Zulauf alternativer Medien jedenfalls nicht erklären, gründet ihr Erfolg doch auf einer deutlich angestiegenen Unzufriedenheit mit Konzern- und Staatsmedien.
Frühe Kritiker
Schon die Staatsanwaltschaft des Nürnberger Tribunals meinte, dass vor jeder größeren Aggression eine Pressekampagne eingeleitet wurde, »die ihre Opfer schwächen und das deutsche Volk psychologisch auf den Angriff vorbereiten sollte. Im Propagandasystem waren die Tagespresse und das Radio die wichtigsten Waffen.«
Und in den 1960ern wusste ein gewisser Paul Sethe, einst Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass die Erzeugung von Presseprodukten immer mehr Kapital erfordert, was den Kreis der Medienbesitzer immer kleiner und die Abhängigkeit der Journalisten immer gefährlicher macht. So stellte Sethe, für den die Pressefreiheit die Freiheit zweihundert reicher Leute, ihre Meinung zu verbreiten, war, auch fest, dass nur frei sei, wer reich ist. Da das Heer der gewöhnlichen Journalisten nicht reich sei, seien sie auch nicht frei. Hinzu kommen dann noch diverse Verflechtungen mit Politik und Wirtschaft, eben der Einbindung ihrer Chefs in elitäre Netzwerke.
Aufklärung im Netz
Da die gesellschaftlichen Machtverhältnisse auch nicht auf wundersame Weise vor den Toren der Medienkonzerne und Rundfunkanstalten haltmachen, wurden etwa Lügen für Kriege, wie die Brutkastenlüge oder jene über Massenvernichtungswaffen im Irak, von westlichen Medien gerne übernommen. Gelernt, gar Konsequenzen gezogen, hat man daraus jedenfalls nicht. In Deutschland kam es etwa zu zahlreichen Beschwerden gegen die Öffentlich-Rechtlichen wegen Verstößen gegen die eigenen Programmrechtlinien. Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 hatte die Mehrheit der Bevölkerung in der Europäischen Union (EU) kein Vertrauen mehr in die Leitmedien.
Auf der anderen Seite entwickelten sich mit dem Aufkommen des Internets ab den 1990ern neue Möglichkeiten für eine Gegenöffentlichkeit. Sogenannter Bürgerjournalismus, unabhängige und demokratische Medien, getragen aus Spenden-, Mitglieds oder Förderbeiträgen und ehrenamtlicher Arbeit eroberten seit den 2000ern das Netz, was auch zu konstant sinkenden Absatzzahlen der Printmedien beitrug.
In den späten 2010ern schlossen sich die ersten Alternativen dann in Kooperativen zusammen und tauchten bald im Fernsehen auf. Flankiert wurden sie von internationalen TV-Kanälen mit alternativen Sichtweisen wie telesur, Al Jazeera oder RT, um der einseitigen Berichterstattung weltweit dominierender Westmedien entgegenzutreten.
Verdrängende, grundlegende Neuerung
Wurden die neuen Medien anfangs ignoriert und lächerlich gemacht, ging man bald zum Angriff auf sie über. Es folgten Zensurversuche und Diffamierungskampagnen, die aber wie ein Bumerang auf die Konzernmedien zurückschlugen. Die unabhängigen und oppositionellen Medien kratzten schon an der kritischen Masse.
Während kommerzielle Medien also weiter an Bedeutung verlieren und sich, aus wirtschaftlichen Gründen fast nur noch auf belanglose Unterhaltung in Print und Fernsehen konzentrieren, kündigte die Bundesregierung nun grundlegende Reformen bei den Öffentlich-Rechtlichen an und brachte dafür sogar einen entsprechenden Antrag bei der EU ein. So soll es künftig zu mehr demokratischer Kontrolle und Mitbestimmung kommen sowie entsprechende Gesetzesänderungen vorgenommen werden, um Verantwortliche in den Medienzentralen, etwa wegen Volksverhetzung, Kriegstreiberei oder Verleumdungskampagnen stärker in Haftung nehmen zu können.
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