Schuldenerlass für den globalen Süden

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Die ehemaligen Kolonialmächte erkennen ihre Schuld für zahllose Verbrechen der Besatzungspolitik an – und leisten Wiedergutmachung. … (Wörter: 417)

Die ehemaligen Kolonialmächte erkennen ihre Schuld für zahllose Verbrechen der Besatzungspolitik an – und leisten Wiedergutmachung.
Nach Jahrhunderten der Unterdrückung, Ausbeutung, Versklavung und Ermordung anderer Völker, bekennen sich die alten Kolonialmächte offiziell zu den von ihnen begangenen Verbrechen. Den Staaten der einstigen Auslandsgebiete soll ein Großteil ihrer Schulden erlassen werden. Zu diesem Ergebnis kamen Vertreter der einstigen westlichen Kolonialmächte sowie aus Entwicklungsländern im Rahmen des Nord-Süd-Forums für Ausgleich.
Überlegen beim Anwenden von Gewalt
Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Samuel Huntington schrieb schon Ende des 20. Jahrhunderts: »Der Westen hat die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Werte erobert, sondern durch seine Überlegenheit beim Anwenden von Gewalt. Westler vergessen diese Tatsache oft, Nichtwestler nie.« Besonders die Nationen des alten Europas haben sich in den vergangenen Jahrhunderten auf Kosten anderer bereichert und kreuz und quer, etwa über den afrikanischen oder auch lateinamerikanischen Kontinent für massenhaftes Leid und Elend gesorgt, wie es im Abschlussbericht zu den Verhandlungsrunden heißt.
So könnten die Verantwortlichen der Kolonialmächte, etwa der Belgier Leopold II., für ihre Verbrechen zwar nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, doch hätten sich die Industrienationen, ihre Konzerne und Dynastien durch die geschaffenen Strukturen, den fortlaufenden Raub und die Ausbeutung von Rohstoffen oder Arbeitskräften, bis heute ungestraft auf Kosten unterlegener Völker bereichert. Darauf basierten große Teile des Wohlstands westlicher Nationen.
Schulden als Entwicklungshindernis
In den letzten Jahren hat sich die Verschuldungssituation des globalen Südens dramatisch verschlechtert. Bisher waren die Staatsschulden ein wesentliches Hindernis für den Fortschritt vieler Entwicklungsländer. Durch hohe Zinsbelastungen und Tilgungsraten wurden die Staatshaushalte oft schwer belastet. Die weltweiten Gegensätze zwischen dem Norden und dem Süden sind indessen weiter gewachsen, in vielen Ländern ist die Armut gestiegen. Von mehr Wohlstand für alle war nichts zu sehen.
Im Rahmen des Forums haben sich die Vertreter der Entwicklungsländer im Gegenzug dazu verpflichtet, durch den Schuldenerlass frei werdende Mittel für Strukturreformen, Bildungs- und Gesundheitsprogramme oder zur Förderung der regionalen Wirtschaft einzusetzen. Auch sollen Subventionen, die lokale Märkte in Entwicklungsländern zerstören beendet werden oder nicht mehr eingeführt werden dürfen.
Keine Flucht aus wirtschaftlicher Not
Neben der wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit haben lokale Krisen und Konflikte – oft durch die Grenzziehung der Kolonialmächte im Kampf um Ressourcen und Verbindungsrouten bedingt – oder die Missachtung und Zerstörung lokaler Gesellschaftsformen, die Menschen oft zur Flucht in den, auch durch Beutezüge reichen Norden getrieben.
Mit der Entschuldung des Südens sollen nun alten Fesseln durchschlagen, regionaler Wohlstand nachhaltig gefördert und Fluchtursachen aus wirtschaftlicher Not entschieden bekämpft werden, so ein erklärtes Ziel der Verhandlungsteilnehmer des Forums für Ausgleich zwischen Nord und Süd.
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