Radikale Besinnung im Vatikan

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Die Verantwortlichen der römisch-katholischen Kirche denken neu. Um Not und Armut zu bekämpfen, soll ein Großteil des heiligen Vermögens geopfert werden. … (Wörter: 429)

Die Verantwortlichen der römisch-katholischen Kirche denken neu. Um Not und Armut zu bekämpfen, soll ein Großteil des heiligen Vermögens geopfert werden.
In einer aktuellen Mitteilung aus Rom heißt es, dass der Vatikan künftig »mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und voller Entschlossenheit« das menschliche Leid durch Krieg und Armut lindern und dessen Ursachen bekämpfen möchte. Dafür würden Einrichtungen bereitgestellt, Entwicklungs- sowie Aufklärungsarbeit betrieben und ein radikal bescheidener Lebensstil durch seine Kirchenmitglieder, bis hin zum Papst vorgelebt. Auch wolle man konsequente Liebe gegenüber allen Menschen praktizieren, so der Sprecher des Vatikans. So plant man auch einen erheblichen Teil des weltweiten Kirchenvermögens gezielt für »Projekte gegen Krieg, Armut und Umweltzerstörung einzusetzen und der Allgemeinheit zu Verfügung zu stellen«.
Tage der offenen Türen
Man wolle Menschen, die an die Tore römisch-katholischer Einrichtungen klopfen und um Hilfe ersuchen, gleich, welcher Religion, Nationalität oder Hautfarbe, bedingungslos Obdach und Verpflegung geben. Hilfsbedürftige sollen dabei möglichst gleichmäßig auf alle zur Verfügung stehenden katholischen Einrichtungen der Umgebung verteilt werden.
Pikant: In der Mitteilung fand das Bistum Limburg besondere Erwähnung. Die Residenz des Limburger Bischofs wurde vor wenigen Jahren für mehrere Millionen Euro mit allem erdenklichen Luxus ausgebaut. Die Diözese in der Kirchenprovinz Köln wird in Zukunft besonders in die Pflicht genommen, sich verstärkt um das Wohl in Deutschland gelandeter Flüchtlinge zu kümmern sowie möglichst viele von ihnen aufzunehmen.
Wasser ersetzt Wein, Transparenz das Hinterzimmer
Der Vatikan, Hauptsitz der größten Kirche des Christentums, fordert in seiner Botschaft auch alle anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften auf, sich entschieden gegen die globalen Fluchtursachen einzusetzen und seinem Beispiel zu folgen.
Auf Glanz und Gloria würde künftig vollständig verzichtet. In einem ersten symbolischen Akt wurden etwa die berühmten roten Schuhe des Papstes für gemeinnützige Zwecke an ein Auktionshaus übergeben.
Auch die Vatikanbank soll im Zuge der Neuausrichtung zu einem völlig transparenten und dem Gemeinwohl verpflichteten Institut umstrukturiert werden. Über das Vermögen der römisch-katholischen Kirche ist nicht viel bekannt. Der Vatikan gilt als eine der reichsten Organisationen der Welt.
Appell gegen die Armut
Die weltweit rund 1,2 Milliarden Mitglieder der römisch-katholischen Kirche werden ferner angehalten, auch im Alltag aktiver gegen Armut, Kriegshetze und Profitgier vorzugehen und sich nicht weiter gegeneinander aufhetzen zu lassen. Es gebe mit der Armut nur einen echten Feind sowie jene, die an ihrem Fortbestand interessiert wären. »Jeder solle einen, wenn auch noch so kleinen, Beitrag für eine bessere Welt leisten«, heißt es in der Mitteilung weiter.
Das Christentum zählt über 2,2 Milliarden Anhänger und ist vor dem Islam mit knapp 1,6 Milliarden Menschen und dem Hinduismus mit rund 900 Millionen Menschen die am weitesten verbreitete Religion.
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