Nie mehr Tränen wegen Klingen

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Mancherorts wird die Beschneidung junger Mädchen noch praktiziert. Die Vereinten Nationen setzen der Misshandlung jetzt auch in den dunkelsten Ecken ein Ende. … (Wörter: 528)

Mancherorts wird die Beschneidung junger Mädchen noch praktiziert. Die Vereinten Nationen setzen der Misshandlung jetzt auch in den dunkelsten Ecken ein Ende.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie weitere Initiativen haben bei den Vereinten Nationen (UN) jüngst einen Antrag für ein weltweites Verbot weiblicher Genitalverstümmelung eingereicht. Auf der letzten Generalversammlung stimmte eine große Mehrheit der Mitgliedsstaaten dem Verbot zu.
Bei dem Vorschlag wurde die Definition für die Genitalverstümmelung von Mädchen bewusst weit gefasst, um Lücken zu schließen, die eine Fortführung der Praxis begründen könnten. Das Ritual wird damit in allen Ländern unter Strafe gestellt. Der Beschluss ist für alle Mitgliedsstaaten der UN bindend.
Verstoß gegen die Kinderrechte
Die Beschneidung fand bisher hauptsächlich in westlichen und nordöstlichen Ländern Afrikas, auf der arabischen Halbinsel, im südostasiatischen Raum sowie vereinzelt auch in Australien und Südamerika statt und wurde, ohne medizinische Legitimation, als kultureller oder religiöser Brauch begründet. Der Eingriff steht im Widerspruch zur Kinderrechtskonvention und gilt, im Gegensatz zur männlichen Beschneidung, als Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit, da es sich um einen weitreichenden Eingriff handelt.
Die UN-Kinderrechtskonvention forderte seit 1990, »alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen [zu treffen], um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung […] zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormunds oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut« sowie »alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen [zu treffen], um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.«
Pure Folter
Die Genitalverstümmelung ist mit starken Schmerzen und Blutungen verbunden, kann zu körperlichen und geistigen Schäden oder zum Tod führen und wird zu Beginn oder während der Pubertät vorgenommen. Bei sogenannten pharaonischen Beschneidungen kann es zu weiteren gesundheitlichen Risiken, Schmerzen und Komplikationen kommen, da die Geschlechtsöffnung teilweise zugenäht und für den Geschlechtsverkehr oder zur Entbindung wieder aufgeschnitten werden muss. Unter anderem werden die Beine der Mädchen von der Hüfte bis zu den Knöcheln für bis zu 40 Tage zusammengebunden, um eine Heilung der Wunde zu ermöglichen.
Meist finden die Eingriffe unter unhygienischen Bedingungen und ohne Narkose statt. Wegen der starken Schmerzen müssen mehrere Erwachsene die Mädchen halten. Als Werkzeuge halten Messer, Scheren, Rasierklingen oder Glasscherben her. Nicht selten wurden mehrere Mädchen mit demselben Werkzeug beschnitten.
Durch die Beschneidung sollen Mädchen lernen, Schmerzen zu ertragen, ihren Körper zu kontrollieren, als Erwachsene anerkannt und durch Beruhigung sexueller Bedürfnisse Untreue verhindert werden. Die Genitalverstümmelung galt bisher, besonders bei wirtschaftlicher Abhängigkeit oder Not, als Voraussetzung für eine Heirat.
Aufklärung hilft
Die Bedeutung des Vorgangs hat, bedingt durch zahlreiche Aufklärungskampagnen und zunehmendem Bildungsgrad, stark nachgelassen. Dennoch wurde das Ritual auch in Ländern, in denen die weibliche Genitalverstümmelung verboten ist, durch Behörden geduldet. Der Beschluss sieht eine drastische Verschärfung der Strafen für Täter vor. Auch das unterlassene Vorgehen gegen die Folter kann künftig mit Haftstrafen geahndet werden. Allerdings soll es volljährigen Frauen in Zukunft frei stehen, auf eigenen Wunsch eine operative Beschneidung vornehmen zu lassen.
Das grausame Ritual wird mit dem Verbot erst spät, Aufzeichnungen über die Beschneidung von Mädchen reichen bis in die Epoche des antiken Ägyptens zurück, in das Museum für Foltermethoden verbannt.
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