Nach Trumps Abwahl: Melania reicht die Scheidung ein

Donald Trump fliegt aus dem Weißen Haus und Melania möchte irgendwie auch nicht mehr mit dem frischgebackenen Ex-Präsidenten der USA verheiratet sein. Sie gab die Trennung am Tag der Amtseinführung von Joe Biden, dem Nachfolger von Trump, medienwirksam bekannt. Das Scheidungsverfahren sei damit offiziell eröffnet.

In einer exklusiv von CNN ausgestrahlten Dokumentation hat sich die ehemalige First Lady der USA mit ihrem Anwaltsteam von der Planung und Vorbereitung auf die Scheidung bis zur Einreichung begleiten lassen, dabei wurden auch sehr private und teils äußerst brisante Details, etwa über die Frisur von Trump publik. Es sei aber »purer Zufall« gewesen, dass ihre Entscheidung zeitgleich mit der Amtseinführung von Biden stattfand, wie Melania über den Kurznachrichtendienst Twitter zwitscherte. Den Entschluss zur Trennung habe sie ja schon unmittelbar nach der Abwahl ihres Ehemanns getroffen und nur einen Tag später »alle Hebel« in Bewegung gesetzt. Für die TV-Dokumentation wären dann eigentlich nur CNN und FOX infrage gekommen, so Melania. »CNN war aber wie besessen, ein Medienereignis aus der Sache zu machen«, schrieb die ehemalige Präsidentengattin. Das hätte sie überzeugt. Melania schloss eine Rückkehr zu Trump in den nächsten Jahren zwar aus, da sie vom politischen Scheitern ihres Mannes sowie von den US-Bürgern »tief enttäuscht« sei. Grundsätzlich wäre für sie aber alles denkbar, nur Sozialismus nicht.

Die gebürtige Slowenin ist 24 Jahre jünger als ihr Mann und hat das Hauptanwesen der Trumps bereits verlassen. Nach Medienberichten soll sie sich zur Zeit in Brasilien aufhalten und Kontakt mit dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro aufgenommen haben. Bolsonaro, der in dritter Ehe mit seiner 27 Jahre jüngeren Ex-Sekretärin verheiratet ist, bestätigte diverse Treffen. Diese hätten aber nur aus »rein geschäftlichen Gründen« stattgefunden, so der brasilianische Präsident. Nach Ausstrahlung der CNN-Dokumentation nahm das öffentliche Interesse an Melania deutlich zu, das wolle sie nutzen, um sich in Zukunft verstärkt »dem Geschäftsmodell der Philanthropie« zu widmen.