Na endlich: Neuer Weltklimavertrag vereinbart!

Auf der letzten Weltklimakonferenz einigten sich alle Teilnehmer auf einen neuen globalen Klimavertrag. Ausschlaggebend war das entschlossene Auftreten der Schwellen- und Entwicklungsländer – und die Trumps.

Es waren zähe Verhandlungen, doch letztlich haben sich alle UN-Mitgliedsstaaten, einschließlich der USA, einem neuen Abkommen mit verbindlichen Klimazielen angeschlossen. Der Vertrag basiert auf den Vereinbarungen von Paris.

Mike Disaster, ein Mitglied der US-Delegation, gestand ein, dass man Weisung von US-Präsident Donald Trump hatte, bei den Verhandlungen keine neuen Turbulenzen zu provozieren. Trump und seine Frau Melinda hätten den Klimawandel seit Trumps Amtsantritt selbst mehrfach leidvoll am eigenen Haupthaar erlebt. Am deutlichsten würden die Trumps die Wetterveränderungen in Form von »extremen Winden und Sturmböen beim Ein- und Aussteigen auf Reisen mit unserem grünen Präsidentenhubschrauber« feststellen, so die Trumps auf ihrem Familienprofil beim Kurznachrichtendienst Vöglein.

Fünf vor zwölf

Wie die UN bereits ein Jahr nach dem Klimaabkommen von Paris mahnte, sei das Ziel, die weltweite Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf unter zwei Grad zu begrenzen, bereits kaum noch zu erreichen. Dafür müsste der für 2030 erwartete Ausstoß von Treibhausgasen um rund ein Viertel reduziert werden. Um neuen Tragödien in Form von Hunger, Krankheiten oder Konflikten als Folge der globalen Klimaerwärmung sowie weiteren teuren und wirkungslosen Klimakonferenzen vorzubeugen, machte man beim diesjährigen Gipfel erstmals Nägel mit Köpfen.

Mit »großem Einsatz« möchte man ab sofort »gemeinsam und zu allem entschlossen« gegen die globalen Treibhausemissionen – ursächlich für die wohl über das natürliche Maß hinausgehende Klimaerwärmung – vorgehen. Dieser Kampf sei eine der wichtigsten Herausforderungen unsere Zeit. Dabei werden nicht nur Regierungen, sondern auch die Wissenschaft, Unternehmen und die Zivilgesellschaft gefordert, wie es in der Präambel des Vertrags heißt. Gegen Staaten, die sich nicht mehr an vereinbarte Ziele halten wollen, wurden internationale Sanktionen und Strafen beschlossen.

Als eine der akkutesten und wesentlichsten Gefahren für die Umwelt und das Klima wurden diesmal auch die modernen Kriege identifiziert. So machte etwa US-Präsident Trump das Pentagon mit seinem riesigen, über die ganze Welt hinweg operierenden Militärapparat als einen der größten Umweltverursacher und Sturmproduzenten aus. »Mir ist blitzartig klar geworden, dass Kriege ja schon heute – und nicht erst womöglich in 30 oder 50 Jahren – die Menschen und ihre Umwelt zerstören«, so Trump nach seinem letzten Frühstück mit dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi Jinping, nachdem ihn dieser darauf hinwies.

Einheitsfront von unten

Aber nicht nur Trumps Einsicht aufgrund persönlicher Erfahrungen beim Hubschrauberfliegen oder Frühstücken ist das Zustandekommen des neuen Weltklimaabkommens zu verdanken. Besonders das geschlossene und stürmische Auftreten von Vertretern aus Schwellen- und Entwicklungsländern sorgte für einen Durchbruch. Eben jene Länder forderten vehement mehr finanzielle Unterstützung bei der Bewältigung der teils schon unvermeidlichen Folgen der globalen Erwärmung, wie bei Dürren, Stürmen, Sturmfluten oder dem Abschmelzen der Polarkappen. Nach dem neuen Klimavertrag können betroffene Staaten künftig Hilfen und Entschädigungen für Klimaschäden von den größten Umweltsündern einklagen.

Der Hilfsorganisation Oxfam zufolge, waren im Jahr 2016 weltweit etwa rund 24 Millionen Menschen, meist aus ärmeren Ländern, Umweltflüchtlinge. Alleine zwischen den Jahren 1997 und 2016 sollen weltweit mehr als eine halbe Million Menschen in direkter Folge von über 11.000 Extremwetterereignissen ums Leben gekommen sein, wobei Schäden von mehreren Billionen US-Dollar entstanden.

Keine faulen Kompromisse mehr

Auch werden die reicheren Nationen künftig stärker in die Pflicht genommen, Treibhausgase zu vermindern. So wird die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien in den Industrienationen verstärkt und dem Neubau von Kohlekraftwerken eine Absage erteilt. Mit einer vereinbarten Staffelung, zunächst für Industrie-, dann für Schwellen- und Entwicklungsländer, wurde unter anderem der Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen. Um die globale Erwärmung zu kontrollieren, wurde das ursprünglich von 48 Ländern, die besonders von der Erderwärmung betroffen sind, vereinbarte Ziel, die Energieversorgung bis spätestens 2050 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen und CO2-frei zu machen, gemäß des Klimavertrags von allen Staaten verpflichtend übernommen.

Für Trump sind seit seinem Frühstück mit Jinping nun Kriege die Handlungen des Menschen, welche der Umwelt am meisten Schaden zufügen, und zwar »mehr als man sich überhaupt vorstellen kann. Sie vergiften die Luft, die Gewässer und den Boden, erst recht, wenn abgereichertes Uran eingesetzt wird. Kriege zerstören die Ressourcen der Menschen und fügen den Menschen selbst unvorstellbares Leid zu«, zeigte sich Trump gegenüber dem russischen Auslandskanal RT überzeugt. Zu den weltweit größten CO2-Erzeugern gehörten außerdem die Armeen der USA und der NATO, wie Trump noch nachschob.

Masterplan for a great weather

Zur praktischen Umsetzung, für Kontroll- und Vergleichsmechanismen zur Einhaltung der Vorgaben wurde ein entsprechender Plan ausgearbeitet und verabschiedet. Dabei ist die Reduktion des Erdgas- und Erdölverbrauchs, etwa durch den Einsatz und die Erforschung alternativer Antriebe für Schiffe, Flug- und Fahrzeuge sowie durch mögliche Verbote entsprechender Produkte wie Plastiktüten oder neuer Wege beim Bau von Häusern enthalten. Die Abholzung und die Massentierhaltung sollen ebenfalls deutlich abnehmen. Grundsätzlich sei der enorme Energieverbrauch deutlich zu reduzieren und Strom wesentlich effektiver zu nutzen. Auch haben die Verursacher von Umweltschäden sämtliche Folgekosten zu tragen, wobei die Möglichkeit, Staaten für Umwelt- und Klimaschutzgesetze zu verklagen, ausgeschlossen wurde. Bemerkenswert ist auch die Gründung eines Forums zum ständigen Austausch mit indigenen Gruppen im Kampf gegen die Klimaerwärmung.

Insgesamt geht man fest davon aus, dass durch den neuen Vertrag auch die weltweite Armut sowie die Anzahl globaler Kriege und Konflikte abnehmen wird. Und sogar Donald Trump vögelte kurz nach dem Gipfel voller Freude ins Netz: »We make this weather great again«.