Macron lässt Worten Taten folgen

Der französische Präsident Emmanuel Macron lässt seiner Drohung, Ungeimpfte anzupissen, tatsächlich Taten folgen, wenn auch unbeabsichtigt beobachtet. Am helllichten Tag und mitten in Paris wurde ein ungeimpfter obdachloser Mann zum Opfer einer Pinkelattacke von Macron.

In einem zufällig aufgenommenen und online gestellten Video ist zu sehen, wie der Präsident in der französischen Hauptstadt eine kleine Allee mit seinen Leibwächtern passiert und an einem Baum, an dem ein offensichtlich Obdachloser mit einem gelben Schild, das die Aufschrift »ungeimpft« trägt, stehen bleibt. Macron bespricht sich daraufhin kurz mit seinen beiden Bodyguards, die sich zur Straße hin abschirmend vor ihn stellen, während im Hintergrund zu sehen ist, wie der Präsident seine Hose öffnet und in hohen Bogen auf den am Boden sitzenden Mann pinkelt. Passanten, die den Vorfall bemerkten, applaudierten Macron, andere spuckten auf den Angepissten.

Das Video über den Zwischenfall ging rasch viral, wurde von YouTube aber schon nach wenigen Stunden gelöscht. Die ehemalige Katzenvideoplattform begründete die Löschung mit einem Verstoß gegen die eigenen Richtlinien. Die Bilder wären aus dem Zusammenhang gerissen und könnten falsch verstanden werden, da man nicht eindeutig ausschließen kann, ob Macron den Ungeimpften oder den Baum daneben ins Visier genommen hätte. In einer Erklärung aus dem Präsidentenpalast hieß es dagegen, dass sich Macron unter Druck befand und er »in einer brisanten Ad-hoc-Entscheidung die Wahl zwischen einem natürlichen Ziel, dem Baum oder einem sich sozial minderwertig verhaltenden Subjekt gehabt hätte.« Der Präsident könne noch immer nicht genau sagen, für welches Ziel er sich entschieden hat. Vermutlich ruderte er unentschlossen umher und pisste sowohl den Baum wie auch den obdachlosen Mann an.

Ein Sonderausschuss über den Vorfall wurde vom französischen Parlament in einer eilig einberufenen Sitzung abgelehnt, da es sich bei dem Mann »lediglich um einen Ungeimpften, also einen Vertreter einer asozialen Untergruppe von Pseudofranzosen« handeln würde, so ein Parlamentssprecher.