Lauterbach: Schutzanzüge für alle

Der deutsche Gesundheitsökonom und -papst Karl Lauterbach ist in der Corona-Krise dauerpräsent. In Medien und Talkshows machte der SPD-Mann nun wieder auf sich aufmerksam, da die Durchimpfung der Deutschen und Europäer zum Schutz vor dem Virus zuletzt in Stocken geraten ist.

Wie Lauterbach dem SPD-nahen Redaktionsnetzwerk Deutschland vor Kurzem mitteilte und auch auf seinem Twitter-Kanal mehrfach schrieb »ist die vierte Corona-Welle bereits in vollem Anmarsch«. Wenn aber die von der Regierung geforderte Durchimpfung von mindestens 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland noch immer nicht erreicht ist, müssten unverzüglich weitere Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergriffen werden, um »eine Katastrophe« zu verhindern und ZeroCovid zu erreichen, so Lauterbach. Es sei deshalb »unerlässlich, Schutzanzüge für die gesamte Bevölkerung zu bestellen und jedem Bürger so schnell wie möglich ein Corona-Schutzanzug-Angebot zu unterbreiten«. Nur so sei für jeden auch ein 100-prozentiger Schutz vor der neuesten Corona-Varianate, dem Auslöser der vierten Welle möglich, da selbst die bis vor wenigen Monaten noch als Erlösung gefeierte Corona-Impfung keinen vollständigen Schutz vor einer Infektion und neuen Virus-Mutationen bietet.

Unterstützung für die Forderung nach Corona-Schutzanzügen bekommt Lauterbach schon quer durch die Parteien, etwa vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der von einer »wunderbaren Idee« sprach, oder der Parteispitze der Grünen, der Linken sowie der FDP. Gesundheitsminister Jens Spahn lässt eine Bestellung mittlerweile prüfen. Man würde dabei in enger Absprache mit dem Sozialministerium stehen, da die Anzüge in der kalten Jahreszeit ja auch den Obdachlosen einen zusätzlichen Wärmeschutz bieten könnten, so das Ministerium auf Nachfrage.