Längst überfällig: Die Weltsprache kommt

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Die Vereinten Nationen haben sich für die Einführung einer weltweiten Plansprache entschieden. Der Beschluss ist für alle Mitglieder bindend. … (Wörter: 364)

Die Vereinten Nationen haben sich für die Einführung einer weltweiten Plansprache entschieden. Der Beschluss ist für alle Mitglieder bindend.
Man stelle sich vor: Alle Menschen verstehen sich, ob im tiefsten Sibirien, der afrikanischen Steppe oder im südamerikanischen Urwald, man spricht eine gemeinsame Sprache. Diese Vision wird schon bald Realität sein, ganz ohne Krieg und Unterwerfung. Die Vereinten Nationen (UN) haben auf der letzten Vollversammlung die verbindliche Einführung einer konstruierten Weltsprache, auch Welthilfssprache genannt, verabschiedet.
Entwicklung einer neuen Sprache
Mit Hilfe einer internationalen Sprachkommission sollen Wissenschaftler nun eine leicht erlernbare und neutrale Sprache zur Verständigung aller Menschen miteinander entwickeln. Vorgaben in Bezug auf die Erfindung neuer Schriftzeichen gibt es dabei keine, wichtig sind lediglich die schnelle und einfache Erlernbarkeit sowie die Neutralität der Sprache.
Mit der neuen Weltsprache soll die Vision einer friedlich und gerecht geordneten Weltgemeinschaft, dem Verständnis der Menschheit als eine große Familie und Nation aus vielen Völkern, kultureller Vielfalt und mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte als verbindlichem Wertefundament, erreicht werden. Ziel sei, dass jeder jeden an jedem Ort der Welt verstehen, man sich orientieren oder auch leichter integrieren kann. So möchte man unter anderem Missverständnissen, Ausgrenzung und Vorurteilen vorbeugen. Sprache darf nie wieder eine Barriere oder Ursache für Probleme sein, stattdessen müsse sie alle Menschen miteinander verbinden, so ein Vertreter der UN.
In Schulen, auf Straßen und bei Ämtern
Die konstruierte Sprache soll weltweit in jeder Region und Gemeinde, neben der traditionellen Regionalsprache, von der Grundschule an gelehrt werden, zweite Sprache bei Ämtern und Behörden sowie im öffentlichen Raum ausgeschildert sein. Global wird die neue Weltsprache zur alleinigen Amtssprache erhoben.
Englisch, Spanisch, Mandarin oder andere nationale Sprachen wurden als Ergebnis imperialer und kolonialer Bemühungen als Weltsprache abgelehnt. Die globale Dominanz einer Nationalsprache würde dem Volk, dessen Sprache man zur Weltsprache ernennt, einen großen Vorteil bringen, »indem seine Bücher und Zeitungen überall gelesen, seine Mitteilungen, Kataloge […] überall verstanden werden würden, sodass kein anderes Volk […] bewusst einen solchen Schritt tun könnte. Mit der Sprache geht auch die Weltanschauung […] auf die anderen über, welche sich dieser Sprache bedienen«, wie schon im Jahr 1910 der Philosoph Wilhelm Ostwald auf die Folgen der globalen Dominanz einer Nationalsprache hinwies.
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