Häuser der Vielfältigkeit

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Sind Gebetsstätten Orte der Ausgrenzung? Nicht zwangsläufig und womöglich nicht mehr lange, wie ein glaubensübergreifender Ansatz zeigt. … (Wörter: 310)

Sind Gebetsstätten Orte der Ausgrenzung? Nicht zwangsläufig und womöglich nicht mehr lange, wie ein glaubensübergreifender Ansatz zeigt.
Man nennt sie schlicht Gesellschafts- oder auch Glaubenshäuser. Und ihr Zulauf ist konstant, auf dem Land und in den Metropolen. Gebaut wurden die Häuser, um Menschen verschiedener Kulturen und Religionen unter einem Dach zu vereinen. Dabei war es mit der Akzeptanz anfangs nicht so leicht, stieß die Idee besonders in konservativen Kreisen auf Unbehagen und Widerstand. Doch das hat sich rasch geändert. Die Häuser kamen besonders bei jungen Leuten, liberalen Gläubigen oder auch Atheisten gut an. So waren Gesellschaftshäuser bald besser besucht als manche Kirche oder Moschee in der Gemeinde.
Mittlerweile sind die Einrichtungen etabliert, fördern ein allgemeines Gemeinschaftsbewusstsein, den Dialog und die Freundschaft und sind Ort zum Gebet für Anhänger unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen.
Frei von Symbolik
In den Häusern wird niemand ausgegrenzt, weshalb man vergebens nach religiösen oder sonstigen Symbolen in und an den Gebäuden sucht. Hier sollen alle willkommen sein, mit oder ohne Konfession, hell oder dunkel, jung oder alt. Vorausgesetzt werden bloß Friedfertigkeit und Respekt gegenüber Andersdenkenden.
Das Herz der Häuser ist ein Saal. Dort finden meist Messen und Zeremonien einzelner Konfessionen oder glaubensübergreifende Veranstaltungen und Feiern, wie Hochzeiten statt. Aber auch andere Räume können für Veranstaltungen oder als Treffpunkte reserviert und genutzt werden. Zudem werden alltägliche Dinge oder Anliegen der Gemeinden in den Häusern besprochen und geklärt. Man trifft und kennt sich eben.
Die neuen Kulturzentren
In vielen Stadtteilen und Gemeinden haben sich die Häuser mittlerweile zu einer Art kommunalen Mittelpunkt und Kulturzentrum entwickelt. Dabei machen sie religiöse Kultstätten im Alltag immer überflüssiger, weshalb bereits zahlreiche Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Tempel aus Mangel an Bedarf entweder in Gesellschaftshäuser, Museen, Schulen oder Notunterkünfte umfunktioniert wurden.
Und noch einen positiven Effekt hat die Beleibtheit der Häuser: Die Zahl religiös motivierter Konflikte und Streitigkeiten hat, nicht nur im Kleinen, erkennbar abgenommen.
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