Grüne fordern: »Schläfert die Hunde zum Wohl der Hunde ein«

Auf mindestens ein Jahr sowie den Zeitraum von 18 Uhr bis 6 Uhr wurde die nationale Ausgangssperre bereits verlängert, um das offizielle Regierungsziel von ZeroCovid nun endlich zu erreichen. Aber nicht nur die Menschen werden zu ihrem eigenen Schutz in jedem Winkel des Landes eingesperrt, auch sämtliche Hunde der Republik, denn selbst Gassigehen dürfe keine Ausnahme sein, um nach 18 Uhr noch einen Fuß vor die Tür zu setzen. Schließlich sei davon auszugehen, dass sich viele Bürger Hunde sonst nur zulegen würden, um die Ausgangsperre zu umgehen. Und das ist ethisch nicht vertretbar, so die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock. Außerdem, so die Grüne, könnten ja auch Hunde an Corona erkranken und zu »Superspreadern« oder »Silent Carriern« werden.

»Man darf, wenn man Politik macht, nicht immer nur das Wohl der Menschen im Blick haben, man muss auch mal an die Tiere denken«, so die Frontfrau. Und ihre Partei folgt geschlossen. Wegen der jüngst ausgedehnten Ausgangssperre fordern die Grünen alle Hundebesitzer sogar auf, ihre Tiere einschläfern zu lassen. Und zwar umgehend. »Wer seinen Hund liebt, der sollte diesen Schritt wagen, da es schlicht Tierquälerei ist, einen Hund so lange einzusperren«, meinte etwa Robert Habeck, der gemeinsam mit Baerbock Bundesvorsitzender der Grünen ist, in einem exklusiven Fernsehinterview mit Anne Will. »Daran gibt es nichts schönzureden.« Nach der Pandemie könne man sich dann ja bedenkenlos wieder einen Hund holen, so Habeck, der seinen Dackel bereits einschläfern ließ und sich nach der Endlösung durch ZeroCovid einen größeren und reinrassigen Vierbeiner zulegen möchte. Sein Garten wäre schließlich weitläufig und grün genug.

Unterstützung bekommen die Grünen bei ihrem Vorstoß sogar vom Deutschen Tierschutzbund sowie von Hundegegnern, da es mit den Tretminenlegern und ihren Fallen in der Stadt, denen man besonders im Dunklen nur schwer ausweichen kann, vorerst vorbei sein dürfte. Katzenbesitzer kündigten unterdessen bereits landesweite Proteste immer freitags nach Schulschluss bis spätestens 18 Uhr an, unklar bleibt bisher allerdings, warum und ob die Proteste ausfallen, wenn die Schulen geschlossen bleiben.