Für die Opfer des globalen Kapitalismus

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

In Gedenken an die zahlreichen Hungertoten weihen die Vereinten Nationen Denkmäler gegen Marktradikalismus ein. Damit sollen Zeichen für einen Systemwechsel gesetzt werden. … (Wörter: 359)

In Gedenken an die zahlreichen Hungertoten weihen die Vereinten Nationen Denkmäler gegen Marktradikalismus ein. Damit sollen Zeichen für einen Systemwechsel gesetzt werden. Pünktlich zum jährlich stattfindenden Welternährungstag haben die Vereinten Nationen (UN) vor ihren Niederlassungen in New York, Washington (Weltgesundheitsorganisation) und Rom (Welternährungsprogramm) Mahnmale für die globalen Hungertoten enthüllt. Zu den Veranstaltungen in Italien und den USA waren auch zahlreiche Gäste aus Kunst und Kultur sowie Vertreter gemeinnütziger Organisationen und Verbände sowie internationale Staatsgäste geladen.
»Spekulanten töten Millionen von Menschen«
Bei der Einweihung in New York sprach der ehemalige UNO-Sonderberichterstatter und Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats, Jean Ziegler, davon, dass »alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren verhungert«, obwohl die Weltwirtschaft problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Das tägliche »Massaker des Hungers« sei ein absoluter Skandal. »Spekulanten töten Millionen von Menschen«, so Ziegler vor den Teilnehmern.
Wegen der Spekulation auf Grundnahrungsmittel an den Börsen, den heiligen Stätten des Kapitalismus, haben sich die Lebensmittelpreise, etwa für Reis, Weizen oder Mais in kürzester Zeit teilweise mehr als verdoppelt, was einer der Hauptgründe für den Hungertod und die Unterernährung zahlreicher Menschen, besonders in Afrika und Asien, ist. Dabei haben die Spekulanten keinen Bezug zur Realwirtschaft, den eigentlichen Märkten und Waren. Es werden lediglich Papiere gekauft und wieder verkauft. Einziges Ziel ist die Maximierung des Profits in möglichst kurzer Zeit. »Ob Menschen dadurch zu Schaden kommen, spielt keine Rolle«, so Ziegler.
Getrieben von der Gier
Neben der Spekulation auf Lebensmittel gelten aber auch Landraub durch Banken, sogenannte Hedgefonds und multinationale Konzerne sowie die Verschuldung der ärmsten Länder, meist ausgebeutete ehemalige Kolonien oder auch abgeschottete Agrarmärkte und der hauptsächlich von den Industrienationen verursachte Klimawandel als Grund für Tausende von Hungertoten, die es täglich auf der Welt zu beklagen gibt.
Mit den frisch eingeweihten Mahnmalen soll aber nicht nur der Toten gedacht werden. Man möchte auch ein Zeichen gegen den Neoliberalismus setzen und die Zivilgesellschaft, bestehend aus Bewegungen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen stärken, um dieser kannibalischen Weltordnung, getrieben von der Gier, mit aller Entschlossenheit entgegenzutreten, um eine humane und gerechte Weltordnung zu errichten, so Ziegler, der vor der Verharmlosung des sogenannten freien Marktes und seiner radikalen Ideologen warnte.
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