Flugverbot für den Tod

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Die Weltgemeinschaft hat das Ende tödlicher Wurfgeschosse besiegelt. Schon bald soll nicht mehr scharf geschossen oder in Schutt und Asche gebombt werden können. … (Wörter: 408)

Die Weltgemeinschaft hat das Ende tödlicher Wurfgeschosse besiegelt. Schon bald soll nicht mehr scharf geschossen oder in Schutt und Asche gebombt werden können.
Ein Sprichwort besagt, dass Waffen die schlechtesten Argumente sind. Auf der letzten Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) wurde nun eine lange und heiß diskutierte Resolution verabschiedet, ein weltweites Verbot für die Herstellung und den Gebrauch tödlicher Schusswaffen, Bomben und Raketen jeder Größe eingeschlossen.
Umrüsten, abrüsten oder austauschen
Nach dem Beschluss müssen Handfeuerwaffen aller Größen und Rüstungsgüter die Geschosse abfeuern oder werfen, wie Panzer, Kanonen oder Flugobjekte, während einer Übergangsfrist ausnahmslos auf nicht-tödliche Geschosse oder Waffensysteme umgerüstet, abgerüstet oder ausgetauscht werden. Die Produktion tödlicher Munition soll noch früher verboten werden, um den Nachschub an Projektilen zu beenden.
Nach Ablauf der Frist wird die Herstellung und Verwendung tödlicher Geschosse international verboten und geahndet. Der Besitz ist Staaten und privaten Organisationen oder Personen dann untersagt. Nationale Gesetzgebungen sind bis dahin entsprechend zu ändern. Die Umsetzung des Abkommens unterliegt den jeweiligen Ländern und wird von der UNO überwacht. Bei Zuwiderhandlung drohen den Verantwortlichen Sanktionen oder auch Haftstrafen.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
In Konflikten befindliche Parteien sollen unter UN-Vermittlung die Möglichkeit erhalten, ihre Waffen Zug um Zug auszutauschen. Für nationalstaatliche Armeen wurde die Einrichtung einer Ab- und Umrüstungskommission zur gegenseitigen Kontrolle vereinbart.
Durch die Bildung eines Fonds können Staaten Finanzhilfen für die Umsetzung der Maßnahmen erhalten. Entschädigungen sollen damit ebenso abgegolten werden. Auch sei ein internationaler Austausch in Forschung und Entwicklung nichttödlicher Systeme, wie akustischer, elektronischer oder mit Narkosemitteln, Reizstoffen oder Gummiteilen bestückter Ersatzmittel zu ermöglichen, um Verteidigung und Prävention weiterhin zu ermöglichen.
Legal nur ohne Tod
Bisher wurde lediglich der Einsatz bestimmter Waffen und Munition von der internationalen Gemeinschaft geächtet. Bei der Herstellung und Verwendung nichttödlicher Waffen müssen tödliche Auswirkungen künftig ausgeschlossen werden können, um eine Produktionsgenehmigung zu erhalten. Die neuen Systeme sollen dort zum Einsatz kommen, wo gewöhnliche Schusswaffen bisher Verwendung finden. Für historische Modelle oder Sammlerstücke soll es Ausnahmeregelungen geben.
Im Vorfeld der Abstimmung kam es zu hitzigen Debatten. Besonders Lobbyisten der Rüstungskonzerne sowie hochgerüsteter Staaten warben gegen den Entwurf. Letzten Endes setzten sich, frei nach Aristide Briand, aber nicht jene Federn durch, die aus demselben Stahl wie Kanone gemacht waren und gegen Abrüstung schrieben, sondern jene, die Victor Marie Hugo recht gaben, als er sagte: »Dereinst wird man in den Museen Kanonen ausgestellt sehen, wie jetzt die alten Folterwerkzeuge, und wird darüber staunen, dass derlei einmal in Gebrauch sein konnte.«
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