FIFA beendet Summenwahn im Fußball

Hinweis: Es handelt sich hierbei bedauerlicherweise noch um eine echte Falschmeldung!

Der Weltfußballverband hat eine weltweite Obergrenze für Gehälter und Transfersummen beschlossen. Auslöser war der Transfer eines 25 Jahre alten Brasilianers. … (Wörter: 534)

Der Weltfußballverband hat eine weltweite Obergrenze für Gehälter und Transfersummen beschlossen. Auslöser war der Transfer eines 25 Jahre alten Brasilianers.
Was zu viel ist, ist zu viel. So oder so ähnlich müssen es wohl die Funktionäre des als gemeinnützig eingestuften Vereins »Fédération Internationale de Football Association«, der FIFA, empfunden haben, als publik wurde, dass ein gänzlich frei von Moral handelnder katarischer Klubbesitzer 222 Millionen Euro für einen jungen Spieler namens Neymar hinblätterte.
Nicht mehr hinnehmbar
Und da Geld bei diesem Vorhaben keine Rolle zu spielen schien, gönnte man dem jungen Brasilianer – der besitzt in seinem zarten Alter unter anderem schon eine Luxusjacht im Wert von 8 Millionen Dollar, zahlreiche Luxuskarossen oder Diamantohrringe – auch noch ein Gehalt von 100.000 Euro plus Prämien. Aber nicht pro Jahr, sondern am Tag. Diese Verhältnisse waren für die obersten FIFA-Funktionäre nun offensichtlich nicht mehr hinnehmbar. Der Verband beschloss die Einführung einer Obergrenze für Transfers und Gehälter von Spielern und Trainern.
Wie die FIFA mitteilte, soll bereits ab nächster Saison eine Budgetbeschränkung in allen sechs Kontinentalverbänden des Weltfußballverbandes, für Europa die UEFA, in Kraft treten. Die Grenze wird in den kommenden Jahren dann stufenweise kontinuierlich gesenkt, um moderate und angemessene Beträge, in etwa auf dem Niveau der 1990er, zu erreichen. Bestehende Verträge mit Spielern und Trainern wären bei Bedarf entsprechend abzuändern.
Aus Liebe zum Spiel
Sollten Klubs gegen die Vorgabe verstoßen, würden sie von internationalen Vereinswettbewerben ausgeschlossen. Auch für Landesverbände wurde eine Obergrenze für Preisgelder beschlossen. Wer an internationalen Turnieren, wie bei Welt- oder Europameisterschaften aus finanziellen Gründen teilnehme, »der hätte da etwas nicht ganz verstanden und solle doch besser vom Rasen auf das Börsenparkett wechseln«, wie ein FIFA-Vertreter die Entscheidung kommentierte.
Mit diesem Schritt möchte man innerhalb des Fußballsports für mehr finanzielle Gerechtigkeit unter den Klubs sorgen und den Einfluss von Konzernen und sehr vermögender Einzelpersonen, die das Spiel zur Vermarktung ihrer Produkte, wegen persönlicher Liebhaberei oder aus sonstigen Gründen für sich entdeckt haben, stark reduzieren. Auch soll wieder eine soziale Bindung der Fans zum Sport hergestellt werden.
Unterstützung und Verständnis
Kritiker der Kommerzialisierung von Sport und Kultur äußern schon seit Jahren Bedenken, dass die im modernen Sport und Showgeschäft gezahlten Beträge nichts weiter als Hohn und Spott, ein Zeichen der Verachtung gegenüber hart und ehrlich arbeitenden Menschen wären. Es sei zwar paradox, dass eben auch jene Gruppen in Massen diese Parallelwelt mittragen würden, doch liegt dem eine wohldurchdachte Öffentlichkeitsarbeit (PR) – um eine unersättliche Gier nach Formen von Falschidentitäten, die mit der eigenen Lebenswelt nichts zu tun hätten, durch belanglose Unterhaltung und vermeintliche Stars – zugrunde. Damit würde man die Identität der Menschen aufbrechen und sie ablenken, wie es etwa der Psychologieprofessor Rainer Mausfeld ausdrückte.
Mehrere nationale Verbände kündigten bereits an, die FIFA-Regelung in ihren Ligabetrieb zu übernehmen und Verstöße mit Punktabzügen bis zum Lizenzentzug zu ahnden. Auch die Politik reagierte überwiegend positiv auf die Entscheidung des Fußballverbands. So kündigten Vertreter der Europäischen Union bereits an, entsprechende Gesetze über den Sport hinaus zu planen. Eine Gesellschaft, die sich als Zivilisation verstehen will, dürfe diese Entwicklung nicht weiter hinnehmen, ob im Sport oder in anderen Bereichen, heißt es von Sozialverbänden zur Entscheidung der FIFA. Die Entscheidung wurde aber auch von Vertretern zahlreicher Traditionsvereine und Fanklubs unterstützt.
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