Australien stellt Rentner vor die Wahl: Booster- oder Todesspritzen

Die Regierung in Australien verfolgt ihren Plan einer permanenten Durchimpfung der Bevölkerung weiterhin mit Nachdruck. Canberra stellt die Pensionisten des Landes nun vor die Wahl, entweder alle sechs Monate eine Coronaspritze oder die Todesspritze zu nehmen. Beide Varianten gehen auf Staatskosten.

Premierminister Scott Morrison teilte zur Rechtfertigung seiner langfristigen ZeroCovid-Strategie mit, dass es im Land schon länger keine roten Linien mehr gibt und man mit aller Härte gegen jeden Kritiker, Ungeimpften oder Ureinwohner vorgehen müsse, wenn dieser der Ausrottung des Virus – dem erklärten Ziel der Regierung – im Weg steht. »Um den Corona-Krieg zu gewinnen, ist es an der Zeit, die Schlagzahl zu erhöhen«, so Morrison. Uneinsichtige Pensionisten könne man dabei nicht länger auf Kosten der Allgemeinheit und Volksgesundheit durchschleppen, weshalb sie vor die Wahl gestellt werden, sich regelmäßig zu boostern oder einen ruhigen und schmerzfreien Abgang aus dem Leben zu wählen.

»Verglichen mit einsamer Isolation in Heimen oder einem qualvollen Coronatod, ist dies nicht nur die deutlich kostengünstigere, sondern auch die humanere Methode«, wie Brad Hazzard, der Gesundheitsminister des australischen Bundesstaates New South Wales dazu twitterte. Für Hazzard sei dies nicht nur eine notwendige Maßnahme, sondern vor allem ein äußerst soziales Angebot für alle Alten.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern ist vom Ansatz der australischen Regierung überzeugt. »Wir wollen die Zero-Covid-Strategie unserer Nachbarn nicht nur übernehmen, wir werden sie übertreffen, um eine Gemeinschaft ständig Geimpfter zu schaffen. Wer sich zum Schutz der Volksgesundheit nicht regelmäßig boostert, hat in Neuseeland keinen Platz mehr«, so Ardern. Auch die WHO begrüßt den Schritt, da der Spuk wohl nie ein Ende nimmt, wenn nicht langsam adäquate Entscheidungen getroffen würden.